„Shumata“ – Dem Himmel so nah…

MAN TAUCHT IN EINE WELT EIN, DIE NICHT DEINE EIGENE IST
Shumata below Kilimanjaro

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Ich machte mich auf den Weg von der „Hatari – Lodge“ nach „Shumata“. Das kleine Juwel, versteckt sich auf einem Hügel zwischen „Mount Meru“ auf der einen Seite und dem Kilimanjaro auf der anderen. Vor dir liegen die „seven sisters“.  Massai – Land und das Zuhause von vielen Elefanten, Zebras, Gnus und Giraffen. Hier in Tansania ist man den Tieren so nahe. Man taucht ein in eine Welt, die nicht die eigene ist.
So fühle ich mich, wenn ich hier bin, in Afrika. Ich bin so fasziniert von der Natur und ihrer Schönheit, ihrer Klarheit. Ich frage mich warum wir unser Leben so kompliziert machen, wenn doch die Bedürfnisse im Grunde genommen alle die selben sind. Warum fällt es so vielen Menschen so schwer zu teilen und dankbar zu sein, dieses Leben geschenkt bekommen zu haben. Und anstatt glücklich und zufrieden zu sein, mit so viel Groll, Wut und Einsamkeit durch das Leben laufen und die Schönheit der Einfachheit nicht mehr erkennen. Ich weiss wie sich das anfühlt. Ich war auch einer von Ihnen. Aber das schlimmste an der ganzen Sache ist, dass der Mensch hier alles zerstört und aus dem Gleichgewicht bringt. Durch seine Unwissenheit, Armut und  durch die Gier von Menschen, die aus Habgier töten und Orten wie diesen ihre Seele rauben. Warum sage ich Unwissenheit? Weil viele sich nicht darüber im klaren sind, dass durch das Jagen der Tiere und Töten von Elefanten in Afrika das ganze Ökosystem aus dem Gleichgewicht geraten ist. Die Natur ist so schön und perfekt, wenn man sie studiert und sich die Zeit nimmt alles mal genauer anzuschauen.
Durch das Abschlachten der Tiere hinterlässt man für Jahrzehnte seine Spuren. Es ist lange noch spürbar. So lange kann der Profit, der durch das Jagen gemacht wurde, gar keine Menschen ernähren und bereichern. Seit langem haben die Elefanten ihre traditionellen Pfade verlassen. Es gibt auch kaum noch Leitbullen, die das an die nächste Generation weitergeben können. So wandern sie durch das Land um sich zu schützen und am Leben zu bleiben. Es ist so unfassbar traurig.
Haben wir nicht so viel von der Natur und den Tieren gelernt. Das Wissen, das wir heute überall einsetzen, haben wir beobachtet und für unser Leben brauchbar gemacht. Warum zerstören wir es dann. Sie könnten uns sicher auch einen Weg zeigen, wie wir mit den heutigen Problemen fertig werden. Mehr Verständnis für eine soziale, globale Gemeinschaft aufzeigen. Eine Gemeinschaft, die sich hier auf diesem Planeten den Platz und das Wissen teilen können ohne den Respekt vor einander zu verlieren, weil sie vielleicht anders leben, denken und fühlen. Eine andere Sprache sprechen oder zu einem anderen Gott beten als andere. Habt Ihr schon mal ein Rudel Elefanten beobachtet. Nein? Das solltet Ihr mal tun.

Die staubige alte Piste, die mich von der „Hatari“-Lodge nach „Shumata“ brachte, war auch der Weg, den alle Gäste und Hollywood Stars in den Sechzigern gefahren sind. Sie kamen von Namanga an der Kenianischen Grenze und fuhren direkt an den kleinen Hügelkette vorbei, die man hier „Seven Sisters“ nennt. Wir hatten Glück, dass es nicht geregnet hatte, sonst wäre diese holprige Strasse nicht zu erkennen und die Orientierung fast unmöglich gewesen. Neben den „Seven Sisters“ gibt es auch einen kleinen Berg, der wie ein schlafender Elefant aussieht. Ein Sinnbild für das, was 2009 begann und bis heute andauert. Es war das Jahr, als man anfing die Elefanten abzuschlachten. Das Jahr der großen Dürre.
Elefanten sind für mich die Seele dieses Landes. Sie sind wie Delfine mit einer dicken Haut, vier Beinen und einem langen Rüssel. Ihr soziales Bewusstsein und Intelligenz ist so unglaublich, dass ich nicht verstehen kann, wie man tötet und nicht versteht, dass es unbedingt notwendig ist, sie zu beschützen. Die Seele dieses Landes sind die Elefanten und sie schläft, dachte ich mir, als ich mir den „Berg des schlafenden Elefanten ansah“. Ein Paradies schläft und könnte aber so viele Menschen ernähren und ein Gleichgewicht schaffen, den Klimawandel etwas endschleunigen. Ich fahre durch dieses Land und es emotionalisiert mich komplett. Es wirft mich von einem Gefühl ins nächste. Glück und Schmerz liegen hier, wie gesagt, sehr nah bei einander. Aber das ist das Leben. So fühlt es sich an und dennoch ist die Dankbarkeit für diese Momente größer denn je, denn ich weiss, dass sie in dem Moment, wo sie spürbar sind, wieder verflogen sind. So wie das Leben auch schnell verfliegen kann.
Der Jeep kämpft sich durch die Nacht, die immer dunkler wird und die Sterne am Himmel leuchten immer heller. Ich habe das Gefühl, dem Himmel ganz nahe zu sein. Dieses Land ist einfach atemberaubend schön, dachte ich schon, als wir den Hügel erreicht haben, den Jörg und Marlies für sich entdeckt hatten, damals vor acht Jahren.

EIN TRAUM IST NUR SO GUT WIE DEIN WILLE IHN ZU VERWIRKLICHEN

„Du gehörst hier her, Hardy. Ich glaube hier findest Du Deinen Traum wieder“. Diese Worte haben mich die letzen sechs Jahr begleitet. Das waren Jörgs Worte, als wir beide vor unseren Zelten saßen und ins wärmende Lagerfeuer schauten mit einer Flasche Bier in der Hand und durstiger Kehle. Am Fuße des Mount Meru, vor sechs Jahren war das. Unglaublich wie schnell die Zeit vergeht, dachte ich mir.
Fünf Tage sind wir damals zusammen im Busch unterwegs gewesen. Schon damals hatte ich die Schönheit Tansanias für mich entdeckt. Mit Augen eines nun schon erwachsenen Mannes, der seine Kindheit hier verbracht hatte. Mein Leben war damals aber schon weit weit weg von all diesen Eindrucken und Momenten, die mir als Kind so vertraut waren.
Heute bin ich ein Stadtmensch, Reisender und Workaholic. Damals waren diese fünf Tage für mich wie ein halbes Leben. Ich habe dem Urwald gehört, bin auf Berge geklettert, auf Seen durch eine Schar von Pink Flamingos gepaddelt, bin den Elefanten bis in den Ngorogorokrater gefolgt, saß mit den Buschmännern am Feuer und habe Pfeife geraucht und dann brachte mich ein Flieger nach Uganda um die letzten Berggorillas zu sehen.
Was ist das für eine fantastische Welt in der wir leben, dachte ich mir. Es war wie ein Traum.

„Jörg“, sagte ich zu ihm,  „ich beneide Dich um dieses Leben hier draußen, weisst Du das? Ich begegne so vielen Menschen jeden Tag, aber sehr selten jemanden, der so in sich ruht und entspannt ist, wie Du! Ich könnte hier Stunden und Tage mit Dir sitzen und dem Jungle zu hören.“
Meine Welt ist hektisch, getrieben von Verpflichtungen und Terminen. Kaum Zeit für die Familie und Kindern. Es macht mich oft sehr traurig. Stille ist in meiner Welt ein Luxus. Einsamkeit ist ein hohes Gut, was für einen kreativen Mensch wie mich von großer Bedeutung ist. Das Problem ist dabei, dass es niemanden gibt, der das versteht. Jörg schaut mich an und lächelt. Er brauchte nichts zu sagen und nach einer Weile des Schweigens fragte er mich, wovon ich denn so träume. Ich konnte ihm keine Antwort auf seine Frage geben. In diesem Augenblick wurde mir klar, dass ich meine Träume verloren hatte. Nein, ich hatte aufgehört zu träumen. Ich war weit weg davon zu „Träumen“. Weit weg von mir selbst. Und dann sagte er es: „Du gehörst eigentlich hier her, Hardy. Ich glaube hier findest Du Deinen Traum wieder! Tja, so war das damals. Und jetzt bin ich hier. Auf Shumata. Sein Traum ist war geworden.

Am Lagerfeuer vor  6 Jahren hatte mir Jörg schon von seinem Traum erzählt. Er wollte ein Camp aufbauen. Mit Zelten im Kolonial Stil. An einem Ort, der das Grüne mit dem Braunen, wie er sagt, verbindet. Einem Ort, wo die Elefanten vorbei ziehen. Im Film „Hatari“ gab es eine Piste, die an so einen Ort hinführt und genau da wollte er hin. Genau am Fuße eines kleinen Hügels brach ihnen die Achse. Sowas kann passieren, kommt aber selten vor. Jörg machte sich auf den Weg um Hilfe zu holen, während der kleine Donyo und Marlies sich die Zeit auf dem Hügel vertrieben. Da bemerkten Sie die Elefanten, die direkt vor Ihnen im Tal vorbei liefen. Richtung Kenianische Grenze. Dass kann kein Zufall sein und so war Shumata geboren, aber  ich weiss wie sehr man für einen Traum kämpfen muss, um ihn zu verwirklichen. Es ist eine atemberaubende Zeit, sich auf diese Reise zu begeben und über alle Hinternisse zu springen und seinem Ziel immer näher zu kommen. Rückschläge einzustecken, hinzufallen und wieder aufzustehen und allen Meinungen und negativen Gedanken anderer zum Trotz weiter zumachen, bis zu dem Tag an dem Du es geschafft hast und weisst, dass es nur Deine eigene Kraft und Dein Wille war, der das alles möglich gemacht hat. Ein wahnsinniges Gefühl. Dafür sind wir hier. Das ist unsere Aufgabe im Leben. Wir wollen Dinge schaffen, bewegen und aufbauen. Sechs Jahre hat er gebraucht. Sechs Jahre sind eine verdammt lange Zeit, auch hier in Afrika.

Was die beiden hier aufgebaut haben, ist mehr ist unbeschreiblich.

Ich war so glücklich meine afrikanische Familie wieder in die Arme nehmen zu können und obwohl  ich ja nicht mit Jörg und Marlies aufgewachsen bin, habe ich das Gefühl sie schon so lange zu kennen. Das liegt wohl auch daran, dass sie sehr mit meiner Vergangenheit verbunden sind. Sie leben schließlich dort wo ich meine Kindheit verbracht habe und ohne sie würde es diesen bedeutsamen Abschnitt meines Lebens nur in vergilbten Fotoalben zu sehen sein. Eine Geschichte, die so klingt, als würde man ein Märchen vorgelesen bekommen.
Ich konnte gar nicht glauben, dass es 6 Jahre waren, die wir uns nicht gesehen hatten.  Jörg schaute mich an und lachte: „Na, Du bist ja auch etwas grauer geworden!“ Abgesehen davon, dass er maßlos untertrieben hatte, was uns beide betraf, mussten wir zugeben, dass sich doch einiges verändert hatte in unserem Leben. Es ist so viel passiert in dieser Zeit, dass es für hunderte Leben reichen würde, sagte mein engster Freund zu mir. Viel ist geschehen, in der Tat. Wunderbare Ding, aber auch sehr schmerzhafte. Augen sprechen eine deutliche Sprache.

Obwohl ich von der Fahrt sehr müde war, saßen wir noch lange in dem großen Zelt, oben auf dem Hugel, das Marlies mit einer Liebe eingerichtet hat, dass man sich vorkam, als säße man in einem Zelt aus „1001 Nacht“. Es war lange nach „Bush-Midnight“, als ich meine müden Knochen ins Bett legte. „Bush-Midnight“ ist die Zeit gegen zehn Uhr nachts. Die richtige Zeit schlafen zu gehen, wenn man im Busch früh raus muss.

Bevor ich ins Bett ging, nahm ich noch eine Dusche unter freiem Himmel. Ich kann Euch sagen, dass ist ein unglaubliches Gefühl. Das warme Wasser fließt über deinen Körper und du schaust in die Sterne, die so nah sind, dass sie fast vom Himmel fallen. Ich lag im meinem Zelt und schaute in den Himmel, der so hell war, dass selbst die Zebras vor meinem Zelt sich nicht verstecken konnten. Diese gestreiften Kameraden mochten den Platz, da oben auf dem Berg, genauso wie ich. Dort war ein guter Platz zum schlafen, dachte ich mir, wenn sie jeden Abend den Berg da hoch laufen um es sich es vor dem Zelt gemütlich zu machen. Und so war es auch. Die Träume, sie kamen wieder zurück. Genauso, wie Jörg es gesagt hatte.

Von „DEN ALTEN PFADEN UND MEINEM  TRAUM“ erzähle ich Euch am 12.2.17